Staube Leder regelmäßig ab, wische mit nebelfeuchtem Tuch und einem Hauch pH‑neutraler Seife, trockne sofort. Pflegend wirken wenige Tropfen Jojobaöl, hauchdünn verteilt, oder ein sehr dezenter Balsam aus Pflanzenwachsen. Vermeide reichhaltige Speiseöle, sie können ranzig werden. Keine Hitze, keine direkte Sonne. Bei Flecken nicht reiben, sondern tupfen. So bleibt die Oberfläche geschmeidig, erhält feinen Glanz und zeigt Gebrauchsspuren als elegante, würdige Patina.
Wolle schrumpft und verfilzt bei Hitze, Reibung und falschem pH‑Wert. Nutze kaltes, destilliertes Wasser, minimal pH‑neutrale Seife, und arbeite mit ruhigen, drucklosen Tupfbewegungen. Flüssigkeiten von unten nach oben abfangen, damit keine Ränder entstehen. Anschließend plan trocknen lassen, nie auswringen. Gerüche weichen an der frischen Luft oder mit einer hauchdünnen Natronbehandlung. Diese sanfte Disziplin erhält Elastizität, Farbe und die angenehme, atmende Struktur hochwertiger Wollgewebe.
Samt lebt vom Strich: Vor dem Reinigen in eine Richtung bürsten, danach behutsam mit destilliertem Wasser und winzigem Seifenanteil tupfen. Mikrofaser mag sehr wenig Feuchtigkeit; Flecken lassen sich mit leicht angefeuchtetem, sauberem Tuch lösen. Bei lösungsmittelverträglicher Mikrofaser kann sparsam klarer Alkohol pflanzlichen Ursprungs helfen, stets gut lüften. Keine aggressiven Reibungen, kein Druck. So bleiben Flor, Dichte und satte Farben erhalten, ohne graue Aufhellungen oder Kanten.